EU Drohnen Recht Übergangsregeln

Alter Drohnenführerschein und eine nicht zertifizierte Drohne? Wir erklären was noch wie geht!

Alte Drohne neuer FührerscheinMit dem neuen EU Drohnen Recht ändern sich viele Auflagen, sowohl an den Steuerer wie auch die Technik. Unzählige Menschen in Deutschland fragen sich nun, was Sie noch mit ihren „alten“ Drohnen tun dürfen, und welche Regeln dafür gelten. In diesem Artikel gehen wir auf die unterschiedlichen Situationen ein und erklären, was ab 2021 noch möglich ist.

Sind Sie Inhaber eines Kenntnisnachweis nach §21 a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO?

Als Inhaber eines Kenntnisnachweis nach §21 a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO haben sie grundsätzlich die Möglichkeit, diesen in einen EU-Kompetenznachweis (kleiner Drohnenführerschein) bis zum 31.12.2021 umschreiben zu lassen.
Jedoch sind sie damit grundsätzlich auf den Betrieb in den Unterkategoterien A1/A3 beschränkt.

Kenntnisnachweise für Steuerer von unbemannten Luftfahrzeugen können zwar bis zum 31.12.2021 auf Antrag beim Luftfahrtbundesamt in einen EU-Kompetenznachweise für die Unterkategorien A1/A3 umgeschrieben werden, jedoch ist der EU-Kompetneznachweis dann nur für die Restdauer ihres befristeten Kenntnisnachweis gültig.

Sind Sie Inhaber eine Luftfahrerscheins für Luftfahrzeugführer (SPL/CPL/ATPL/LAPL)?

Als Inhaber eines Luftfahrerscheins ist es ab dem 01.01.2021 nicht mehr zulässig ein unbemanntes Luftfahrzeug über 250g zu steuern. Somit müssen Privat- und auch Berufspiloten die Kompetenznachweise nach EU-Recht erbringen, um eine Drohne weiterhin steuern zu dürfen. Der Luftfahrerschein als Grundlage für eine Erlaubnis zum Betrieb von Drohnen entfällt vollständig.

Ist mein EU-Drohnenführerschein in der gesamten EU gültig?

Die EU-Drohnenführerscheine (Kompetenznachweis und Fernpilotenlizenz) sind in allen Mitgliedsstaaten der EU gültig. Außerdem in der Schweiz, Island und Norwegen. Natürlich steht es den nationalen Behörden weiterhin frei, Verbotszonen und Beschränkungen einzurichten. Achten sie deshalb auch auf nationale Regelungen!

Darf ich meine Drohne, die noch keine EU-Zertifizierung hat, weiterhin betreiben?

Für sogenannte „Bestandsdrohnen“ wie z.B. DJI MAVIC, INSPIRE, PHANTOM etc. werden Ausnahmeregeln geschaffen, die bis zum 01.01.2023 gelten.

Dürfen bis zum 31.12.2022 in der Unterkategorie A1 weiterhin ohne Nachweis betrieben werden. Nach diesem Zeitraum darf der Betrieb ausschließlich in der Unterkategorie A3 stattfinden.

Dürfen in einer Entfernung bis zu 50 m zu Personen betrieben werden, wenn der Steuerer über ein EU-Fernpilotenlizenz A2 verfügt. Alternativ muss der Steuerer, sofern er nicht im Besitz der EU-Fernpilotenlizenz A2 ist, über einen nationalen Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO  und den EU-Kompetenznachweis verfügen.
Weiterhin darf eine Drohne dieser Gewichtsklasse unter den Betriebsbedingungen der Unterkategorie A3 betrieben werden.
In jedem Fall muss der Steuerer eine umfangreiche Selbsterklärung über praktische Kenntnisse abgeben.

Dürfen nur in der Unterkategorie A3 betrieben werden. Steuerer benötigen für den Betrieb nicht EU-Recht konformer Drohnen einen EU-Kompetenznachweis A1/A3. Bis zum 01.01 2022 darf ihre Drohne auf der Grundlage eines Kenntnisnachweises gem. § 21a Abs. 4 S. 3 Nr. 2 LuftVO weiterhin betrieben werden.

Unsere Lösung für Sie

Voraussichtlich ab Januar 2021 bieten wir Ihnen die Möglichkeit, den großen EU-Führerschein, die EU-Fernpilotenlizenz A2, zu erlangen und unterstützen Sie darüber hinaus, bei der Erstellung Ihrer notwendigen Selbsterklärung und dem Nachweis der erforderlichen praktischen Trainingsflüge. Unser spezielles Trainingskonzept bringt Ihnen die Funktionen ihrer Drohne näher und versetzt sie in die Lage, jedes Notfallmanöver zu beherrschen.
Insbesondere werden Notverfahren im manuellen Flugmodus trainiert, die Ihnen die Gewissheit geben Ihre Drohne auch im Notfall sicher betreiben zu können.